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/renovierung/baubericht.php5?Nr=27
/renovierung/baubericht.php5
/renovierung/baubericht.php5
 Die St. Ulrich Kirche Mörsch  »  Baubericht Nr. 27  vom  12.06.11   
Die St. Ulrich Kirche Mörsch

Baubericht Nr. 27  vom  12.06.11


Renovierung

Turmhelm – Wie kam es zu den Schäden?

Wie versprochen hier nun der Bericht über die Betonsanierung des Turmhelms.
Im Laufe des Schreibens hat sich gezeigt, dass ich hier etwas weiter ausholen muss.
Es gibt vieles zu sagen bzw. zu erklären. Daher besteht dieser Baubericht aus 3 Teilen.

Zunächst wollen wir uns kurz auf die Geschichte konzentrieren und damit auf die Frage:
Warum ist der Turmhelm überhaupt aus Beton?


So sah unsere Kirche vor ihrer Zerstörung aus.
Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts neu gebaut, da die Bevölkerungszahl von Mörsch zu dieser Zeit förmlich explodierte. Die Industrialisierung gab vielen Menschen im nahe gelegenen Karlsruhe Brot und Arbeit.
Die Kirche wurde am 13. August 1849 Eingeweiht.
Ihr Baumeister Jakob Hochstetter war ein Meisterschüler von Heinrich Hübsch, einem der modernsten Architekten der damaligen Zeit.

Heinrich Hübsch hat damals unter anderem die Kunsthalle in Karlsruhe und die Trinkhalle in Baden-Baden gebaut.
Der Stil unserer Kirche, eine neoromantische Basilika mit Stilzitaten aus der Renaissance hebt sich deutlich vom damaligen evangelischen,großherzoglichen, traditionellen Klassizismus in der Nachfolge von Friedrich Weinbrenner ab.
Die fast gleichzeitig errichtete Forchheimer Kirche wurde in diesem klassizistischen Stil verwirklicht.

In Mörsch wollte das neugegründete Erzbistum Freiburg mit seinem streitbaren Erzbischof Vicari offensichtlich ein Zeichen für eine starke und selbstbewusste katholische Kirche setzen.
Es waren Zeiten des Umbruchs und der badischen Revolution. Erzbischof Vicari hat sich öfters einer Gängelung durch die evangelisch geprägte Monarchie entgegengesetzt und wurde dafür sogar einmal unter Hausarrest gestellt.
Unsere Mörscher Kirche ist eine große Basilika mit einem fast 50 Meter hohen Turm, ihr Vorbild ist ohne Zweifel auch der Speyerer Dom, dessen Erweiterung und Umbauten Heinrich Hübsch geleitetet hat.

So sah unsere Kirche vor ihrer Zerstörung aus.
Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts neu gebaut, da die Bevölkerungszahl von Mörsch zu dieser Zeit förmlich explodierte. Die Industrialisierung gab vielen Menschen im nahe gelegenen Karlsruhe Brot und Arbeit.
Die Kirche wurde am 13. August 1849 Eingeweiht.
Ihr Baumeister Jakob Hochstetter war ein Meisterschüler von Heinrich Hübsch, einem der modernsten Architekten der damaligen Zeit.

Heinrich Hübsch hat damals unter anderem die Kunsthalle in Karlsruhe und die Trinkhalle in Baden-Baden gebaut.
Der Stil unserer Kirche, eine neoromantische Basilika mit Stilzitaten aus der Renaissance hebt sich deutlich vom damaligen evangelischen,großherzoglichen, traditionellen Klassizismus in der Nachfolge von Friedrich Weinbrenner ab.
Die fast gleichzeitig errichtete Forchheimer Kirche wurde in diesem klassizistischen Stil verwirklicht.

In Mörsch wollte das neugegründete Erzbistum Freiburg mit seinem streitbaren Erzbischof Vicari offensichtlich ein Zeichen für eine starke und selbstbewusste katholische Kirche setzen.
Es waren Zeiten des Umbruchs und der badischen Revolution. Erzbischof Vicari hat sich öfters einer Gängelung durch die evangelisch geprägte Monarchie entgegengesetzt und wurde dafür sogar einmal unter Hausarrest gestellt.
Unsere Mörscher Kirche ist eine große Basilika mit einem fast 50 Meter hohen Turm, ihr Vorbild ist ohne Zweifel auch der Speyerer Dom, dessen Erweiterung und Umbauten Heinrich Hübsch geleitetet hat.


Leider wurde unsere Kirche in den letzten Kriegstagen des zweiten Weltkriegs durch deutsche Artillerie stark zerstört. Viele Originalbauteile und Schmuck sind verloren gegangen. Teile der Kirche sind heute in Stahlbeton wiederaufgebaut z.B. der Turmhelm und Fensterelemente der seitlichen Fassaden.

Die Leistung der Mörscher Bevölkerung nach dem Krieg kann nicht genug gewürdigt werden. Die Kirche wurde unmittelbar nach Kriegsende, in Zeiten großer Not, mit einfachsten Mitteln wieder aufgebaut.

Dennoch besitzen die Arbeiten an der Kirche eine erstaunlich hohe Qualität.
Die sprichwörtlichen „Mörscher Maurer“ haben ganze Arbeit geleistet.

Leider wurde unsere Kirche in den letzten Kriegstagen des zweiten Weltkriegs durch deutsche Artillerie stark zerstört. Viele Originalbauteile und Schmuck sind verloren gegangen. Teile der Kirche sind heute in Stahlbeton wiederaufgebaut z.B. der Turmhelm und Fensterelemente der seitlichen Fassaden.

Die Leistung der Mörscher Bevölkerung nach dem Krieg kann nicht genug gewürdigt werden. Die Kirche wurde unmittelbar nach Kriegsende, in Zeiten großer Not, mit einfachsten Mitteln wieder aufgebaut.

Dennoch besitzen die Arbeiten an der Kirche eine erstaunlich hohe Qualität.
Die sprichwörtlichen „Mörscher Maurer“ haben ganze Arbeit geleistet.


Es grenzt an ein Wunder, dass der Turm stehen blieb.
Große Teile des Kirchenschiffes sind ausgebrannt uns eingestürzt.

Auch der Turm wurde von zahlreichen Treffern durchlöchert.

Es grenzt an ein Wunder, dass der Turm stehen blieb.
Große Teile des Kirchenschiffes sind ausgebrannt uns eingestürzt.

Auch der Turm wurde von zahlreichen Treffern durchlöchert.


Da beim Wiederaufbau direkt nach dem Krieg weder passender Sandstein geschweigenden Qualifizierte Steinmetze zu haben waren, wurden die Trümmer in der Kirche gesichtet und so gut als möglich wieder verbaut. Wo es an Sandstein fehlte, wurde mit Stahlbeton gearbeitet.

Dabei hat nicht mehr zu gebrauchende Sandsteintrümmer zu rotem Sand zermahlen und damit die Außenseiten der Gussformen für die Betonteile ausgekleidet. Somit sahen die fertigen Stahlbetonteile äußerlich wie echter Sandstein aus.

An den beiden Bildausschnitten links kann man das gut erkennen.
Dabei handelt sich um ein abgebrochenes Stück eines Frieses und einen Probeschnitt in einer Säule, um die Tiefe der Risse beurteilen zu können.

Da beim Wiederaufbau direkt nach dem Krieg weder passender Sandstein geschweigenden Qualifizierte Steinmetze zu haben waren, wurden die Trümmer in der Kirche gesichtet und so gut als möglich wieder verbaut. Wo es an Sandstein fehlte, wurde mit Stahlbeton gearbeitet.

Dabei hat nicht mehr zu gebrauchende Sandsteintrümmer zu rotem Sand zermahlen und damit die Außenseiten der Gussformen für die Betonteile ausgekleidet. Somit sahen die fertigen Stahlbetonteile äußerlich wie echter Sandstein aus.

An den beiden Bildausschnitten links kann man das gut erkennen.
Dabei handelt sich um ein abgebrochenes Stück eines Frieses und einen Probeschnitt in einer Säule, um die Tiefe der Risse beurteilen zu können.


Wenn Sie sich weiter zu diesem Thema informieren wollen, so sind die folgenden beiden Bücher empfehlenswert:

Die „Chronik der Pfarrgemeinde St. Ulrich Mörsch“
Erschienen 1999 anlässlich des 150-jährigen Jubiläums unserer Kirche.
Auf 69 informativen und reich bebilderten Seiten wird die Geschichte von Mörsch und der Pfarrei St. Ulrich bis heute nachgezeichnet.
Erhältlich im Pfarrbüro

„Mörsch im April 1945 - Rückkehr in ein verbranntes Dorf“
Erschienen 2009 im Verlag Regionalkultur.
Auf 164 Seiten wird anhand von Fotos Mörsch vor, während und nach dem Krieg detailliert dargestellt. Bereichert werden die Aufnahmen von Zeitzeugenberichten aus den Kriegstagen und den Jahren des Wiederaufbaus.
Erhältlich im Buchhandel

Wenn Sie sich weiter zu diesem Thema informieren wollen, so sind die folgenden beiden Bücher empfehlenswert:

Die „Chronik der Pfarrgemeinde St. Ulrich Mörsch“
Erschienen 1999 anlässlich des 150-jährigen Jubiläums unserer Kirche.
Auf 69 informativen und reich bebilderten Seiten wird die Geschichte von Mörsch und der Pfarrei St. Ulrich bis heute nachgezeichnet.
Erhältlich im Pfarrbüro

„Mörsch im April 1945 - Rückkehr in ein verbranntes Dorf“
Erschienen 2009 im Verlag Regionalkultur.
Auf 164 Seiten wird anhand von Fotos Mörsch vor, während und nach dem Krieg detailliert dargestellt. Bereichert werden die Aufnahmen von Zeitzeugenberichten aus den Kriegstagen und den Jahren des Wiederaufbaus.
Erhältlich im Buchhandel


Offensichtlich war der ursprüngliche Turmhelm aus Sandstein doch so stark beschädigt worden, dass man sich dazu entschlossen hat, ihn komplett abzutragen und aus Beton neu zu bauen. Nach der Fertigstellung wurde er dann sandsteinfarben angestrichen.

Bei der letzten Außenrenovierung 1980 wurden dort offensichtlich keine größeren Mängel festgestellt.

Wie wurden wir aber auf den schlechten Zustand der Fassade und des Aufmerksam?

Dies sieht man an dieser Fotokollage. Das obere Bild entstand im Juli 2007. Hier waren keinerlei Hinweise auf Schäden sichtbar.
Nicht einmal 1 Jahr später –am frühen Karsamstag Morgen- brach dann ein 1 Meter langes Stück einer Fensterbank an der Süd-West-Fassade ab. 
Es rutschte das das Dach des Seitenschiffs hinunter und blieb glücklicherweise in der Regenrinne hängen.

Noch am Karsamstag hat uns die Fa. Burkart ein Schutzgerüst an der Süd-West-Fassade aufgestellt.

Offensichtlich war der ursprüngliche Turmhelm aus Sandstein doch so stark beschädigt worden, dass man sich dazu entschlossen hat, ihn komplett abzutragen und aus Beton neu zu bauen. Nach der Fertigstellung wurde er dann sandsteinfarben angestrichen.

Bei der letzten Außenrenovierung 1980 wurden dort offensichtlich keine größeren Mängel festgestellt.

Wie wurden wir aber auf den schlechten Zustand der Fassade und des Aufmerksam?

Dies sieht man an dieser Fotokollage. Das obere Bild entstand im Juli 2007. Hier waren keinerlei Hinweise auf Schäden sichtbar.
Nicht einmal 1 Jahr später –am frühen Karsamstag Morgen- brach dann ein 1 Meter langes Stück einer Fensterbank an der Süd-West-Fassade ab.
Es rutschte das das Dach des Seitenschiffs hinunter und blieb glücklicherweise in der Regenrinne hängen.

Noch am Karsamstag hat uns die Fa. Burkart ein Schutzgerüst an der Süd-West-Fassade aufgestellt.


Daraufhin wurden dann das Langschiff und der Turm näher untersucht und der schlechte Zustand vieler Stahlbeton Elemente festgestellt.

Auch der Turmhelm wurde mit Hilfe einer Hubarbeitsbühne äußerlich untersucht. Dabei wurden viele Risse im Beton festgestellt.

Daraufhin wurden dann das Langschiff und der Turm näher untersucht und der schlechte Zustand vieler Stahlbeton Elemente festgestellt.

Auch der Turmhelm wurde mit Hilfe einer Hubarbeitsbühne äußerlich untersucht. Dabei wurden viele Risse im Beton festgestellt.


Daraufhin wurde an der Portalseite unterhalb des Turms umgehend ein Schutzgerüst aufgestellt, um Passanten vor evtl. herabfallenden Teilen zu schützen.

Daraufhin wurde an der Portalseite unterhalb des Turms umgehend ein Schutzgerüst aufgestellt, um Passanten vor evtl. herabfallenden Teilen zu schützen.


Spätestens ab diesem Zeitpunkt war klar:
Die längst fällige Innenrenovierung, auf die wir schon seit Jahren gespart hatten und die bereits in greifbarer Nähe lag, musste nun auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt war klar:
Die längst fällige Innenrenovierung, auf die wir schon seit Jahren gespart hatten und die bereits in greifbarer Nähe lag, musste nun auf unbestimmte Zeit verschoben werden.


Bei der Schadenskartierung (siehe Baubericht Nr. 12) wurden dann erste große Risse am Turmhelm erfasst.

Bei der Schadenskartierung (siehe Baubericht Nr. 12) wurden dann erste große Risse am Turmhelm erfasst.


Aber erst nachdem das Gerüst stand, konnten das wahre Ausmaß der Schäden am Beton festgestellt werden.

Aber erst nachdem das Gerüst stand, konnten das wahre Ausmaß der Schäden am Beton festgestellt werden.


Im nächsten Baubericht werde ich dann detailliert auf die Schäden und die bisher erfolgten Sanierungsmaßnahmen eingehen.

Hier noch eine Foto, das verdeutlicht wie groß die Risse im Beton tatsächlich sind.

Im nächsten Baubericht werde ich dann detailliert auf die Schäden und die bisher erfolgten Sanierungsmaßnahmen eingehen.

Hier noch eine Foto, das verdeutlicht wie groß die Risse im Beton tatsächlich sind.


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